Eine Bruststraffung, auch Mastopexie genannt, formt und hebt das Brustgewebe an und positioniert Brustwarze und Warzenhof neu. Sie erzeugt nicht automatisch mehr Volumen im oberen Brustbereich und unterscheidet sich von einer Brustvergrößerung.

Was verändert eine Mastopexie?

Überschüssige Haut wird entfernt und das innere Gewebe neu geformt. Der Narbenverlauf richtet sich nach dem erforderlichen Ausmaß der Straffung. Wenn zusätzlich mehr Volumen gewünscht wird, können ein Implantat oder Eigenfett besprochen werden. Ein weiterer Eingriff bringt jedoch zusätzliche Risiken und langfristig zu berücksichtigende Aspekte mit sich.

Wer kommt für eine Untersuchung infrage?

Menschen mit abgesunkener Brust nach Schwangerschaft, Gewichtsveränderung oder Alterung können bei weitgehend stabilem Gewicht untersucht werden. Künftige Schwangerschaften, Stillen, Gewebequalität, Asymmetrien und die Akzeptanz von Narben sollten Teil des Gesprächs sein.

Eine Entscheidung sollte auf einer persönlichen Untersuchung, der Prüfung der Krankengeschichte und einem realistischen Gespräch über Alternativen beruhen. Fotos, Messungen oder bildgebende Untersuchungen können eingesetzt werden, wenn sie die Behandlungsplanung sinnvoll unterstützen.

Straffung und Volumen getrennt planen

Die chirurgische Untersuchung sollte die Anatomie, Hautqualität, frühere Eingriffe, Medikamente, Rauchen oder andere Nikotinbelastung sowie Erkrankungen berücksichtigen, die sich auf die Anästhesie oder Heilung auswirken könnten. Der gemeinsam vereinbarte Plan sollte die gewünschte Veränderung beschreiben und dabei Funktion und Proportionen erhalten.

  • Wählen Sie eine qualifizierte Chirurgin oder einen qualifizierten Chirurgen und eine entsprechend ausgestattete medizinische Einrichtung.
  • Besprechen Sie Narben, Anästhesie, Unterstützung während der Erholung und die Möglichkeit einer Korrekturoperation.
  • Befolgen Sie die Anweisungen zu Medikamenten, Nikotin, Nahrungsaufnahme und Heimtransport.

Erholung und Nachsorge

Schwellungen, Blutergüsse, Spannungsgefühl und vorübergehende Empfindungsstörungen treten nach vielen ästhetischen Operationen auf. Einschränkungen körperlicher Aktivitäten und der Zeitpunkt der Rückkehr zur Arbeit hängen vom Umfang des Eingriffs ab. Schwellungen klingen häufig allmählich ab und nicht an einem bestimmten, festgelegten Tag.

Die Erholung verläuft individuell. Schriftliche Nachsorgeanweisungen haben Vorrang vor allgemeinen Zeitangaben. Neu auftretende starke Schmerzen, Atemnot, starke Blutungen, Fieber oder andere unerwartete Beschwerden sollten dem Behandlungsteam unverzüglich gemeldet werden.

Risiken und Grenzen einer Bruststraffung

Jede Operation ist mit Risiken verbunden. Das Verhältnis von möglichem Nutzen und Risiken hängt vom Eingriff, der Krankengeschichte, kombinierten Operationen und der Dauer der Anästhesie ab.

  • Blutungen, Infektionen und Komplikationen der Anästhesie
  • Verzögerte Heilung, sichtbare oder verbreiterte Narben und Empfindungsstörungen
  • Asymmetrie, unregelmäßige Konturen oder ein Ergebnis, das von den Erwartungen abweicht
  • Blutgerinnsel und die mögliche Notwendigkeit weiterer Behandlungen oder einer Korrekturoperation

Fragen für das Beratungsgespräch

  • Welches Ergebnis ist bei meiner Anatomie realistisch?
  • Wo findet der Eingriff statt und wer übernimmt die Anästhesie?
  • Welche Narben sind zu erwarten und wie sieht der Erholungsplan aus?
  • Wie werden Komplikationen und Nachsorge nach meiner Rückkehr nach Hause betreut?
Medivia Medical Editorial Board