Veneers sind dünne Verblendschalen, die auf der Vorderseite ausgewählter Zähne befestigt werden, um Form, Farbe oder Proportionen zu verändern. Ihnen sollten eine zahnärztliche Diagnose und eine zahnschonende Planung vorausgehen. Sie ersetzen keine Behandlung von Karies, Zahnfleischerkrankungen oder Bissproblemen.
Keramik- und Kompositveneers verstehen
Keramikveneers werden im Labor hergestellt und erfordern meist eine gewisse Bearbeitung des Zahnschmelzes. Kompositveneers werden direkt oder indirekt geformt und können mit weniger Substanzabtrag auskommen. Keine der beiden Möglichkeiten ist unzerstörbar oder garantiert lebenslang haltbar.
Wann Veneers geeignet sein können
Menschen mit gesunden Zähnen und gesundem Zahnfleisch, geeignetem Zahnschmelz und stabilem Biss können untersucht werden. Starkes Zähneknirschen, dünner Zahnschmelz, aktive Erkrankungen oder unrealistische Vorstellungen von extrem weißen Zähnen können die Empfehlung verändern.
Eine Entscheidung sollte auf einer persönlichen Untersuchung, der Prüfung der Krankengeschichte und einem realistischen Gespräch über Alternativen beruhen. Fotos, Messungen oder bildgebende Untersuchungen können eingesetzt werden, wenn sie die Behandlungsplanung sinnvoll unterstützen.
Gesunde Zahnsubstanz in der Planung erhalten
Vor ästhetischen Entscheidungen sollte eine vollständige zahnärztliche Untersuchung stattfinden. Zahnfleischgesundheit, Karies, Biss, Zahnschmelz, vorhandene Restaurationen und gegebenenfalls Röntgenaufnahmen helfen zu klären, ob eine Behandlung geeignet ist und ob eine zahnschonendere Alternative besteht.
- Lassen Sie aktive Karies oder Zahnfleischerkrankungen zuerst behandeln.
- Fragen Sie, welche Teile des Zahns verändert werden und ob die Veränderung rückgängig gemacht werden kann.
- Vereinbaren Sie Zahnfarbe, Form, Biss und Pflege, bevor die Behandlung beginnt.
Pflege und Nachkontrollen nach Veneers
Nach manchen Zahnbehandlungen können vorübergehend empfindliche Zähne oder empfindliches Zahnfleisch auftreten. Eine Nachkontrolle ist wichtig, wenn sich der Biss zu hoch anfühlt, Schmerzen zunehmen oder eine Restauration locker erscheint. Tägliches Putzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta, die Reinigung der Zahnzwischenräume und regelmäßige Untersuchungen schützen natürliche Zähne und Restaurationen.
Die Erholung verläuft individuell. Schriftliche Nachsorgeanweisungen haben Vorrang vor allgemeinen Zeitangaben. Neu auftretende starke Schmerzen, Atemnot, starke Blutungen, Fieber oder andere unerwartete Beschwerden sollten dem Behandlungsteam unverzüglich gemeldet werden.
Risiken und Grenzen von Veneers
Eine Zahnbehandlung sollte nach einer Diagnose durch eine zugelassene zahnärztliche Fachperson erfolgen. Ein ästhetisches Erscheinungsbild ersetzt weder Mundgesundheit noch gesundes Zahnfleisch oder einen angenehmen Biss.
- Vorübergehende Empfindlichkeit oder Reizung des Zahnfleischs
- Absplitterungen, Verschleiß, Lockerung oder späterer Reparaturbedarf
- Beschwerden beim Zubeißen oder eine unpassende Farbe
- Karies oder Zahnfleischerkrankungen im Bereich einer Restauration bei unzureichender Mundhygiene
Fragen für das Beratungsgespräch
- Liegt eine aktive Erkrankung vor, die zuerst behandelt werden sollte?
- Welche geeignete Möglichkeit schont die Zahnsubstanz am meisten?
- Wie wirkt sich die Behandlung auf meinen Biss und die gesunde Zahnsubstanz aus?
- Welche Pflege und welcher Ersatz können im Laufe der Zeit notwendig werden?
