Ein Facelift behandelt altersbedingte Gewebeerschlaffung im unteren Gesicht und an der Kieferlinie. Es soll weder die Identität eines Menschen verändern noch die Alterung aufhalten. Für natürlich wirkende Veränderungen werden Haut, tiefer liegendes Stützgewebe, Hals und Gesichtsproportionen gemeinsam betrachtet.
Was umfasst ein Facelift?
Die Verfahren unterscheiden sich in der Lage der Schnitte sowie in Tiefe und Umfang der Gewebeverlagerung. Ein Facelift kann mit einem Eingriff am Hals oder anderen Operationen kombiniert werden. Kombinationen verändern jedoch auch Operationsdauer und Erholungsbedarf. Feine oberflächliche Falten und die Hautstruktur können andere, nicht operative Behandlungen erfordern.
Wer kann untersucht werden?
Menschen, die sich an Hängebäckchen, erschlafftem Gewebe im unteren Gesicht oder einer weniger ausgeprägten Kieferkontur stören, können bei geeignetem Gesundheitszustand und realistischen Erwartungen untersucht werden. Hautqualität, Gesichtsanatomie, frühere Fillerbehandlungen oder Operationen, Haaransatz und die Neigung zur Narbenbildung beeinflussen die Planung.
Eine Entscheidung sollte auf einer persönlichen Untersuchung, der Prüfung der Krankengeschichte und einem realistischen Gespräch über Alternativen beruhen. Fotos, Messungen oder bildgebende Untersuchungen können eingesetzt werden, wenn sie die Behandlungsplanung sinnvoll unterstützen.
Gesichtsanatomie und Operationsplanung
Die chirurgische Untersuchung sollte die Anatomie, Hautqualität, frühere Eingriffe, Medikamente, Rauchen oder andere Nikotinbelastung sowie Erkrankungen berücksichtigen, die sich auf die Anästhesie oder Heilung auswirken könnten. Der gemeinsam vereinbarte Plan sollte die gewünschte Veränderung beschreiben und dabei Funktion und Proportionen erhalten.
- Wählen Sie eine qualifizierte Chirurgin oder einen qualifizierten Chirurgen und eine entsprechend ausgestattete medizinische Einrichtung.
- Besprechen Sie Narben, Anästhesie, Unterstützung während der Erholung und die Möglichkeit einer Korrekturoperation.
- Befolgen Sie die Anweisungen zu Medikamenten, Nikotin, Nahrungsaufnahme und Heimtransport.
Erholung nach einem Facelift
Schwellungen, Blutergüsse, Spannungsgefühl und vorübergehende Empfindungsstörungen treten nach vielen ästhetischen Operationen auf. Einschränkungen körperlicher Aktivitäten und der Zeitpunkt der Rückkehr zur Arbeit hängen vom Umfang des Eingriffs ab. Schwellungen klingen häufig allmählich ab und nicht an einem bestimmten, festgelegten Tag.
Die Erholung verläuft individuell. Schriftliche Nachsorgeanweisungen haben Vorrang vor allgemeinen Zeitangaben. Neu auftretende starke Schmerzen, Atemnot, starke Blutungen, Fieber oder andere unerwartete Beschwerden sollten dem Behandlungsteam unverzüglich gemeldet werden.
Risiken und Grenzen
Jede Operation ist mit Risiken verbunden. Das Verhältnis von möglichem Nutzen und Risiken hängt vom Eingriff, der Krankengeschichte, kombinierten Operationen und der Dauer der Anästhesie ab.
- Blutungen, Infektionen und Komplikationen der Anästhesie
- Verzögerte Heilung, sichtbare oder verbreiterte Narben und Empfindungsstörungen
- Asymmetrie, unregelmäßige Konturen oder ein Ergebnis, das von den Erwartungen abweicht
- Blutgerinnsel und die mögliche Notwendigkeit weiterer Behandlungen oder einer Korrekturoperation
Fragen für das Beratungsgespräch
- Welches Ergebnis ist bei meiner Anatomie realistisch?
- Wo findet der Eingriff statt und wer übernimmt die Anästhesie?
- Welche Narben sind zu erwarten und wie sieht der Erholungsplan aus?
- Wie werden Komplikationen und Nachsorge nach meiner Rückkehr nach Hause betreut?
