Eine Brustvergrößerung kann das Volumen durch Implantate oder in ausgewählten Fällen durch Eigenfett erhöhen. Eine sorgfältige Beratung betrachtet Körperproportionen, Brustgewebe, Brustkorbmaße, Lebensweise und die langfristigen Anforderungen von Implantaten, statt eine bestimmte Körbchengröße zu versprechen.

Implantate und Operationsmöglichkeiten

Form, Oberfläche, Füllung, Größe und Position des Implantats beeinflussen sowohl die Operation als auch spätere Kontrollen. Implantate sind nicht für die gesamte Lebensdauer ausgelegt. Eine Ruptur, Kapselfibrose, Lageveränderung oder persönliche Wünsche können eine spätere Operation erforderlich machen.

Wer kann für eine Brustvergrößerung infrage kommen?

Erwachsene mit geeignetem Gesundheitszustand und gefestigten Erwartungen können nach einer Brustuntersuchung und Besprechung von Schwangerschaft, Stillplänen, Familiengeschichte und Früherkennungsuntersuchungen infrage kommen. Die Beratung sollte implantatspezifische Patienteninformationen und Alternativen einschließen.

Eine Entscheidung sollte auf einer persönlichen Untersuchung, der Prüfung der Krankengeschichte und einem realistischen Gespräch über Alternativen beruhen. Fotos, Messungen oder bildgebende Untersuchungen können eingesetzt werden, wenn sie die Behandlungsplanung sinnvoll unterstützen.

Die Brustvergrößerung individuell planen

Die chirurgische Untersuchung sollte die Anatomie, Hautqualität, frühere Eingriffe, Medikamente, Rauchen oder andere Nikotinbelastung sowie Erkrankungen berücksichtigen, die sich auf die Anästhesie oder Heilung auswirken könnten. Der gemeinsam vereinbarte Plan sollte die gewünschte Veränderung beschreiben und dabei Funktion und Proportionen erhalten.

  • Wählen Sie eine qualifizierte Chirurgin oder einen qualifizierten Chirurgen und eine entsprechend ausgestattete medizinische Einrichtung.
  • Besprechen Sie Narben, Anästhesie, Unterstützung während der Erholung und die Möglichkeit einer Korrekturoperation.
  • Befolgen Sie die Anweisungen zu Medikamenten, Nikotin, Nahrungsaufnahme und Heimtransport.

Erholung und Nachsorge

Schwellungen, Blutergüsse, Spannungsgefühl und vorübergehende Empfindungsstörungen treten nach vielen ästhetischen Operationen auf. Einschränkungen körperlicher Aktivitäten und der Zeitpunkt der Rückkehr zur Arbeit hängen vom Umfang des Eingriffs ab. Schwellungen klingen häufig allmählich ab und nicht an einem bestimmten, festgelegten Tag.

Die Erholung verläuft individuell. Schriftliche Nachsorgeanweisungen haben Vorrang vor allgemeinen Zeitangaben. Neu auftretende starke Schmerzen, Atemnot, starke Blutungen, Fieber oder andere unerwartete Beschwerden sollten dem Behandlungsteam unverzüglich gemeldet werden.

Implantatspezifische und allgemeine Risiken

Neben allgemeinen Operationsrisiken sind bei einer Brustvergrößerung implantatspezifische Probleme zu berücksichtigen. Patientinnen sollten Empfehlungen für Kontrolluntersuchungen sowie seltene implantatassoziierte Krebserkrankungen kennen, auf die Aufsichtsbehörden hinweisen.

  • Blutungen, Infektionen, Schmerzen und Veränderungen der Empfindung an Brustwarze oder Brust
  • Kapselfibrose, Implantatruptur, sichtbare Faltenbildung oder Verlagerung des Implantats
  • Asymmetrie, Narben und die Wahrscheinlichkeit späterer Implantatoperationen
  • Seltene implantatassoziierte Krebserkrankungen und systemische Beschwerden, die ausführlich besprochen werden müssen

Fragen für das Beratungsgespräch

  • Welches Ergebnis ist bei meiner Anatomie realistisch?
  • Wo findet der Eingriff statt und wer übernimmt die Anästhesie?
  • Welche Narben sind zu erwarten und wie sieht der Erholungsplan aus?
  • Wie werden Komplikationen und Nachsorge nach meiner Rückkehr nach Hause betreut?
Medivia Medical Editorial Board